Zur Dimensionierung einer Heizungsanlage ist
der Verlauf des Wärmebedarfes über das Jahr, die sog.
Jahresdauerlinie, von Interesse. Dabei erkennt
man u.a. die sog. maximale Heizlast. Diese Leistung ist nur für
wenige Stunden im Jahr bereitzustellen. Je nach Größe
der Anlage kann es wirtschaftlich sein, einen oder mehrere Wärmeerzeuger
vorzusehen und evtl. verschiedene Brennstoffe zum Einsatz bringen.
JAHRESWÄRMEBEDARF
Der Warmwasserbedarf bleibt über das Jahr
konstant, der Heizungsbedarf variiert über die Winter- und
Sommermonate.
Geordnete Jahresdauerlinie des Wärmebedarfes
Die Kurve stellt den zeitlichen Verlauf dar,
bzw. an wieviel Stunden im Jahr die betreffenden Leistung gefordert
wird. Die Wärmeerzeuger müssen diese Kurve entsprechend
abdecken. Für den Fall, dass ein BHKW in Frage kommt, ist
der Stromverbrauch in gleicher Weise zu analysieren. Ein BHKW
sollte dabei so ausgelegt werden, dass eine Betriebszeit von mindestens
4000 Stunden im Jahr erreicht wird.
Brauchwarmwasserbedarf und ähnliche Nutzungen
ergeben hier einen höheren Grundlastanteil. Neue Wohnanlagen
zeichnen sich durch gute Wärmedämmung aus, so dass keine
stark ausgeprägten Wärmespitzen entstehen.
Gleichmäßige Wärmegrundlast und hoher Stromverbrauch
bilden bei diesem Abnehmer ideale Voraussetzungen für den Einsatz
von BHKW-Anlagen. Darüber hinaus können sie auch zur Notstromversorgung
eingesetzt werden.